Eine Initiative von unten

Recht auf
Natur

Hol dir die Natur zurück.

Natur sollte kein Luxus sein. Wir machen sichtbar, wo Natur fehlt – und wo neue Natur entstehen könnte.

Frau mit ausgebreiteten Armen im Wald, die tief und glücklich einatmet

Jeder Mensch sollte Orte in seiner Nähe haben, an denen er spielen, entdecken, durchatmen, Tiere beobachten oder einfach draußen sein kann.

Erinnerst du dich noch an die Natur deiner Kindheit und die wilden Orte aus Sagen und Märchen?

Wiesen voller Schmetterlinge, Bäche zum Spielen, Morgentau unter den Füßen, dein alter Lieblingskletterbaum – verwunschene Moore, klare Flüsse und dichte, wilde Wälder.

Viele Arten und Lebensräume, die früher selbstverständlich waren, sind heute seltener geworden oder verschwunden. Gleichzeitig ist der Zugang zu Natur sehr ungleich verteilt.

Aber Natur kann zurückkommen. Und wir können ihr gemeinsam wieder Raum geben.

Recht auf Natur möchte sichtbar machen, wo Natur für Menschen wichtig ist, wo sie fehlt und wo neue Natur entstehen könnte.

Hol dir die Natur zurück.

Du kennst einen Ort, der wieder Natur werden könnte? Zeig ihn uns.

Wilde Blumenwiese mit Trampelpfad vor Wohnhäusern im Abendlicht

Die Ausgangslage

Natur verschwindet aus unserem Alltag.

  • 01

    Artenvielfalt geht verloren

    Lebensräume verschwinden, Landschaften werden einförmiger und viele Arten verlieren Nahrung, Schutz und Brutplätze.

  • 02

    Natur ist ungleich verteilt

    Der Zugang zu Grünflächen und artenreicher Umgebung hängt stark davon ab, wo Menschen wohnen.

  • 03

    Viele Flächen könnten mehr sein

    Straßenränder, Rasenflächen, Dorfränder, Schulhöfe, Gärten und ungenutzte Ecken könnten wertvolle Lebensräume werden.

  • 04

    Viele Menschen wollen etwas tun

    Doch oft fehlen Flächen, ökologisches Wissen, Geld – oder schlicht der Kontakt zu anderen.

Was meinen wir eigentlich mit Natur?

Natur entsteht dort, wo natürliche Prozesse wieder Raum bekommen, Arten Lebensräume zurückgewinnen und Landschaften sich entwickeln dürfen.

Das kann durch gezielte Renaturierung geschehen – oder manchmal einfach dadurch, dass wir weniger eingreifen.

Von der wilden Ecke im Garten über Hecken, Wiesen und Teiche bis hin zu Wäldern, Gewässern und ganzen Landschaften.

Natur soll nicht nur geschützt werden.
Sie soll auch erlebbar sein.

Wir möchten Orte schaffen, an denen Menschen Natur unmittelbar erfahren können: Wachstum und Veränderung beobachten, Wasser erleben, Tiere entdecken oder einfach eine Weile draußen sein.

Und wir möchten ökologisches Fachwissen einbinden und zugänglich machen, um gemeinsam herauszufinden, wie natürliche Prozesse unterstützt und ihnen wieder mehr Raum gegeben werden kann.

Was Natur für uns bedeutet

Natur ist mehr als Grün.

Ein wilder Weg hinter dem Haus.

Der Bach, an dem Kinder spielen.

Eine Wiese zum Hinlegen.

Ein Gebüsch voller Vögel.

Ein Baum, unter dem man im Sommer sitzen kann.

Wir wollen nicht nur wissen, wo Natur fehlt.

Wir wollen auch sichtbar machen, welche Orte Menschen lieben – und warum.

Ruhe & Entspannung

Places where I can slow down, sit, breathe or simply be outside.

Entdecken

Places where children and adults can observe plants, insects, birds and other wildlife.

Spielen

Places for free, unstructured play in and with nature.

Bewegung

Orte zum Spazierengehen, Joggen, Radfahren und Sich-durch-Natur-Bewegen.

Tiere & Pflanzen erleben

Places where biodiversity can actually be experienced.

Zusammenkommen

Places where people meet, garden, picnic or spend time together.

Mein Lieblingsort

A natural place that is personally important to me.

Was wäre, wenn wir Natur nicht nur schützen – sondern gemeinsam zurückholen?

Nicht irgendwo.

Sondern dort, wo wir leben.

Hol dir Natur zurück

Hol dir Natur zurück.

Renaturierung kann im Kleinen beginnen.

Oft reicht eine einfache Frage:

Was fehlt hier eigentlich?

Schmetterlinge und Wildbienen? Wasser? Schatten?

Lebendiger Boden? Vogelstimmen?

Oder einfach ein Ort, an dem Natur wieder ihren eigenen Weg gehen darf?

Entdecke, was du zurückholen kannst.

  • Hol die Schmetterlinge zurück

    Schmetterlinge machen sichtbar, was vielerorts verloren geht: Insekten brauchen Nahrung, Rückzugsorte und geeignete Pflanzen für ihre Entwicklung. Heimische Wildblumen, vielfältige Strukturen und weniger häufiges Mähen können wieder Lebensräume schaffen – für Schmetterlinge, Wildbienen und viele andere Insekten.

    Was du tun kannst

    • Heimische Wildpflanzen pflanzen
    • Wiesen seltener mähen
    • wilde Ecken zulassen
    • auf Pestizide verzichten
    Schmetterlingen Raum geben
  • Hol das Wasser zurück

    Wasser in der Landschaft zu halten, wird mit zunehmender Hitze und Trockenheit immer wichtiger. Teiche, Feuchtflächen, natürliche Bäche und wasserdurchlässige Böden schaffen Lebensräume, speichern Wasser und machen Natur unmittelbar erlebbar. Schon ein kleiner Teich kann zu einer faszinierenden Welt voller Leben werden.

    Was du tun kannst

    • Teiche schaffen
    • Flächen entsiegeln
    • Regenwasser zurückhalten
    • Feuchtflächen erhalten
    • Bäche naturnäher gestalten
    Wasser zurückholen
  • Hol den Schatten zurück

    Bäume sind Lebensraum und natürliche Klimaanlage zugleich. Ihre Kronen spenden Schatten und ihre Verdunstung trägt dazu bei, die Umgebung zu kühlen. Gleichzeitig bieten alte und heimische Bäume Nahrung, Nistplätze und Rückzugsräume für zahlreiche Arten.

    Was du tun kannst

    • Bäume pflanzen
    • alte Bäume erhalten
    • Baumgruppen schaffen
    • Straßen, Schulhöfe und Plätze begrünen
    Schatten wachsen lassen
  • Hol den lebendigen Boden zurück

    Unter unseren Füßen lebt ein eigenes Ökosystem. Doch intensive Nutzung, Pestizide, Versiegelung und Erosion haben viele Böden geschädigt. Pilze, Bakterien, Regenwürmer und unzählige andere Bodenorganismen zersetzen organisches Material, stellen Nährstoffe bereit und beeinflussen, wie Böden Wasser aufnehmen und speichern können. Lebendiger Boden ist eine Grundlage für Pflanzen, Nahrung und funktionierende Ökosysteme.

    Was du tun kannst

    • Boden bedeckt halten
    • Kompost nutzen
    • Boden möglichst wenig stören
    • vielfältig bepflanzen
    • regenerative Anbaumethoden ausprobieren
    Boden lebendig machen
  • Hol die Wildnis zurück

    Renaturierung bedeutet nicht immer, etwas zu pflanzen oder zu bauen. Manchmal ist weniger Eingreifen die wichtigste Maßnahme: Pflanzen dürfen sich ausbreiten, Totholz bleibt liegen und natürliche Sukzession verändert einen Ort mit der Zeit. Wildnis kann im Garten beginnen – und bis zu ganzen Landschaften reichen.

    Was du tun kannst

    • Der Natur Zeit und Raum geben
    Wildnis zulassen
  • Hol das Zwitschern zurück

    Vögel brauchen mehr als einen Nistkasten. Hecken, alte Bäume, Wildpflanzen und eine vielfältige Insektenwelt schaffen Nahrung, Brutplätze und Rückzugsräume. Wo vielfältige Lebensräume entstehen, kann auch das Vogelkonzert wieder vielfältiger werden.

    Was du tun kannst

    • Hecken pflanzen
    • heimische Sträucher setzen
    • alte Bäume erhalten
    • Insekten fördern
    • vielfältige Strukturen schaffen
    Vögeln Raum geben

Was möchtest du zurückholen?

Schmetterlinge. Wasser. Schatten. Vogelstimmen. Lebendigen Boden. Wildnis. Oder alles zusammen.

Aus einzelnen Elementen entstehen wieder Lebensräume.

Aus vielen Lebensräumen können lebendige Landschaften werden.

Starte dein Naturprojekt

Was fehlt

Die Ideen sind da. Was oft fehlt, ist der Weg zur Umsetzung.

  • Flächen

    Menschen haben Ideen, aber keinen Zugang zu geeigneten Flächen.

  • Wissen

    Welche Maßnahmen helfen der Artenvielfalt wirklich?

  • Verbindungen

    Anwohner*innen, Kommunen, Flächeneigentümer*innen und Fachleute finden oft nicht zueinander.

  • Finanzierung

    Auch kleine Renaturierungsprojekte brauchen Material und Mittel.

Die Lösung

Eine Bürger:innen-Plattform für mehr Natur vor unserer Haustür.

Recht auf Natur hilft Menschen dabei, gemeinsam Naturprojekte in ihrer unmittelbaren Umgebung zu entwickeln und umzusetzen.

Menschen unterschiedlichen Alters pflanzen gemeinsam eine Hecke am Dorfrand
  1. Ideen
  2. Menschen
  3. Flächen
  4. Wissen
  5. Finanzierung
  6. Umsetzung
  7. Natur

Menschen kennen ihre Nachbarschaft am besten. Statt zentral zu entscheiden, wo Renaturierung stattfinden soll, fragen wir:

„Wo wünscht ihr euch mehr Natur?“
Anwohner*innen können Orte vorschlagen, Ideen teilen und sich mit anderen verbinden. Recht auf Natur hilft, daraus umsetzbare ökologische Projekte zu machen.

Die Karte

Wie sieht deine Naturkarte aus?

Zeig uns die Orte, an denen du Natur erlebst. Und die Orte, an denen du sie dir zurückwünschst.

🌿Naturlieblingsorte🦋Was möchtest du hier zurückholen?

Unsere Lieblingsorte zeigen, was Natur für uns bedeutet.
Unsere Wünsche zeigen, wo sie fehlt.
Und daraus kann Veränderung entstehen.

Vom Wunsch zur Veränderung

Unsere Lieblingsorte zeigen, was Natur für uns bedeutet.

Unsere Wünsche zeigen, wo sie fehlt.

Und daraus können neue Naturorte entstehen.

Vom Punkt auf der Karte zum Stück Natur.

  1. 📍Ort & Idee teilen
  2. 👥Menschen zusammenbringen
  3. 🌱Gemeinsam planen
  4. 🧩Hürden & Lösungen finden
  5. 🔬Ökologisches Wissen einbringen
  6. 🤝Partner & Finanzierung finden
  7. 🌿Gemeinsam umsetzen

Was braucht es, damit aus einer Idee Wirklichkeit wird?

Recht auf Natur bringt Menschen vor Ort mit Gemeinden, Flächeneigentümer*innen, Initiativen und ökologischem Fachwissen zusammen und hilft dabei, praktische Hürden zu überwinden.

So kann aus einem Punkt auf der Karte ein echtes Renaturierungsprojekt werden.

Gemeinsam

Natur entsteht gemeinsam.

Wie ein Naturprojekt entsteht, kann von Ort zu Ort ganz unterschiedlich aussehen. Wir möchten dafür Formate schaffen, bei denen Menschen ihre Umgebung gemeinsam entdecken, Ideen entwickeln und ins Handeln kommen.

  • 01

    Dorfrundgänge

    Gemeinsam durchs Dorf oder Quartier gehen und Orte entdecken, an denen wieder mehr Natur entstehen könnte.

  • 02

    Ideenwerkstätten

    Gemeinsam Ideen für Gärten, Straßen, Schulhöfe, Gewässer oder ganze Landschaften entwickeln.

  • 03

    Geschichten & Wissen teilen

    Wie sah dieser Ort früher aus? Was fehlt heute? Erinnerungen, lokales Wissen und wissenschaftliche Erkenntnisse zusammenbringen.

  • 04

    Netzwerke bilden

    Menschen vor Ort mit Gemeinden, Flächeneigentümer*innen, Wissenschaft und Naturschutzorganisationen verbinden.

  • 05

    Expert*innen vermitteln

    Ökologisches Wissen dorthin bringen, wo aus einer Idee ein gutes Renaturierungsprojekt werden soll.

  • 06

    Naturaktionen

    Gemeinsam anpacken: bei Rewilding-Camps, Freiwilligentagen und Nachbarschaftsaktionen pflanzen, renaturieren und neue Lebensräume schaffen.

Naturzugänge schaffen

Natur sollte nicht nur da sein. Wir sollten sie auch erleben können.

Nicht alle Menschen haben die gleichen Möglichkeiten, Natur zu erleben. Entfernung, fehlende Infrastruktur sowie finanzielle oder körperliche Barrieren können den Zugang erschweren.

Recht auf Natur möchte deshalb nicht nur Natur zurückbringen, sondern auch mehr Wege zu ihr eröffnen.

Dazu gehören frei zugängliche Naturerlebnis- und Waldbaden-Pfade, einfache Shelter, die eine Nacht im Wald ermöglichen, sowie Orte, die zum Beobachten, Verweilen und Durchatmen einladen.

Genauso wichtig sind kostenlose und geförderte Natur-, Wildnis- und Waldbaden-Angebote, damit Naturerfahrungen nicht vom Einkommen abhängen.

Natur zurückbringen. Zugänge schaffen. Natur erleben.

Manchmal braucht Natur erstaunlich wenig.

  • Landschaft mit hohen, dichten, natürlichen Hecken zwischen grünen Feldern im warmen Licht

    Eine Hecke

    Echte Alleskönner: Hecken bieten hunderten Arten Lebensraum, Nahrung und Wanderkorridore, binden CO₂ und verbessern die Bodenfeuchtigkeit und Fruchtbarkeit von Feldern.

  • Kleiner naturnaher Teich mit Schilf und Wasserinsekten

    Ein kleiner Teich

    Schon nach kurzer Zeit explodiert das Leben – von Molchen über Libellenlarven bis zu Wasserkäfern.

  • Gemütliche dunkle Holzbank zwischen Fingerhut, Malven und Wildblumen

    Eine wilde Ecke

    Nicht jeder Ort muss gepflegt werden.

  • Wilde Weide mit abwechslungsreichem Gelände, Sträuchern, Bäumen und einem Pfad

    Wilde Weiden

    Weidetiere tragen dazu bei, die Landschaft offen und abwechslungsreich zu halten. Auf Wilden Weiden finden sich extrem viele Arten. Schatten und abwechslungsreiche Kräuter halten Schafe und Kühe gesund und reduzieren Stress.

  • Europäischer Biber am Ufer eines naturnahen Teiches

    Wilde Tiere

    Tiere kehren nicht nur zurück – sie sind echte Meister im Schaffen von Naturräumen. Biber, Wolf und Co. sind Ökosystemingenieure.

  • Blumenwiese mit Disteln, Schmetterlingen und Käfern

    Eine Blumenwiese

    Weniger mähen bedeutet mehr: Disteln, Wildkräuter, Käfer und Schmetterlinge überall.

  • Urwald mit moosbedeckten Bäumen und sonnendurchflutetem Laubdach

    Wilde Wälder

    Sich selbst überlassene Wälder werden vielfältig und klimaresilient – mit Totholz, Lichtungen und Artenreichtum.

  • Wildnisgarten mit Teich, Totholz, Wildblumen, spielendem Kind und einer Frau im Liegestuhl

    Wildnisgärten

    Ähnlich wie ein botanischer Garten machen öffentliche Wildnisgärten die Natur unserer Region unmittelbar erlebbar und zeigen, wie vielfältig heimische Lebensräume sein können.

    Ein Ort zum Entdecken, Spielen, Beobachten, Begegnen und Entspannen.

  • Menschen ernten gemeinsam in einem wilden, vielfältigen Permakulturgarten mit Gemüse, Kräutern, Beerensträuchern, Obstbäumen und Blumen

    Wilde Gärten & essbare Vielfalt

    Wilde Gärten, Permakultur und regenerative Anbaumethoden schaffen Lebensräume für Pflanzen, Insekten und andere Tiere und produzieren vielfältige, pestizidfreie, lokale und frische Lebensmittel.

  • Kinder in einer grünen Ecke des Schulhofs

    Ein entsiegelter Schulhof

    Natur dort, wo Kinder ihren Alltag verbringen.

  • Renaturierter Bach mit geschwungenem Lauf durch eine grüne Wiese

    Ein renaturierter Bach

    Natürliche Prozesse schaffen Lebensraum und helfen Landschaften im Klimawandel.

Natur & Gesundheit

Natur tut uns gut.

Wir brauchen Natur nicht nur, um Arten zu schützen.
Wir brauchen sie auch selbst.

Immer mehr Forschung zeigt, dass Naturkontakt mit körperlicher und psychischer Gesundheit und unserem Wohlbefinden zusammenhängt.

Bäume, Wälder, Grünräume, Vogelstimmen und eine vielfältige Natur können Stress reduzieren, Erholung fördern und unsere Lebensqualität unterstützen.

  • Stadtbäume & Gesundheit

    Bäume sind weit mehr als Stadtdekoration.

    Eine Übersichtsarbeit von 201 Studien zeigt vielfältige Zusammenhänge zwischen Stadtbäumen und menschlicher Gesundheit – von weniger Hitze und Luftbelastung bis zu Stressreduktion, psychischer Gesundheit, Erholung und Bewegung.

    201 Studien

  • Bäume kühlen unsere Orte

    Bäume sind natürliche Klimaanlagen. Ihre Kronen spenden Schatten, während über die Blätter Wasser verdunstet und die Umgebung zusätzlich gekühlt wird. Gerade an heißen Sommertagen können Bäume einen spürbaren Unterschied machen.

    Eine globale Studie von 8.919 Städten zeigt: Der heutige Baumbestand gleicht bereits rund 41–49 % des potenziellen städtischen Wärmeinseleffekts auf die Lufttemperatur aus.

    Eine europaweite Studie aus 293 Städten fand, dass Flächen mit Bäumen im Sommer – je nach Region – 8 bis 12 °C kühlere Oberflächentemperaturen aufweisen können als dicht bebaute Stadtflächen. Doch diese Kühlung ist ungleich verteilt. Besonders dicht besiedelte und einkommensschwächere Stadtgebiete profitieren häufig weniger von schattenspendenden Baumkronen.

    Bis zu 12 °C

    kühlere Oberflächen unter Bäumen. 41–49 % des potenziellen städtischen Wärmeinseleffekts werden weltweit bereits durch den heutigen Baumbestand ausgeglichen.

  • Grünräume & Herz-Kreislauf-Gesundheit

    Menschen, die von mehr Grün umgeben sind, zeigen in großen Bevölkerungsstudien ein geringeres Risiko für verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

    Eine Meta-Analyse von 53 Studien aus 18 Ländern mit Daten von mehr als 100 Millionen Menschen fand einen Zusammenhang zwischen mehr Grün und niedrigeren Risiken unter anderem für kardiovaskuläre Sterblichkeit und Schlaganfälle.

    53 Studien · >100 Mio. Menschen

  • Vogelgesang tut uns gut

    Vögel machen Natur hörbar.

    Experimentelle Forschung zeigt, dass schon wenige Minuten Vogelgesang Angst und Anspannung reduzieren können. Andere Untersuchungen im Alltag zeigen, dass das Sehen oder Hören von Vögeln mit einem besseren psychischen Wohlbefinden verbunden ist.

    Experimentell & Alltagsstudien

  • Artenvielfalt & Lebenszufriedenheit

    Eine vielfältige Natur verbessert unser Wohlbefinden.

    Eine europaweite Untersuchung mit mehr als 26.000 Menschen fand einen positiven Zusammenhang zwischen der Vielfalt der Vogelarten in der Umgebung und der Lebenszufriedenheit.

    Besonders eindrücklich:

    Eine 10 % höhere Vogelartenvielfalt war statistisch mit einem ähnlich großen Unterschied in der Lebenszufriedenheit verbunden wie ein 10 % höheres Einkommen.

    >26.000 Menschen in Europa

  • Wald & Stress

    Ein Aufenthalt im Wald kann Körper und Geist zur Ruhe bringen.

    Forschung zu Waldaufenthalten und „Shinrin-yoku“ berichtet unter anderem Zusammenhänge mit weniger Stress sowie Veränderungen von Blutdruck, Stimmung und anderen physiologischen Stressindikatoren.

    Blutdruck · Stress · Stimmung

  • Biodiverser Boden & Immunsystem

    In gesundem Boden steckt eine unsichtbare Vielfalt. Der Kontakt mit diesen Umweltmikroben könnte auch eine Rolle bei der Regulation unseres Immunsystems spielen.

    In finnischen Kitas wurden zum Beispiel Außenflächen mit Waldboden und naturnaher Vegetation angereichert. Danach zeigte sich bei den Kindern eine vielfältigere Hautmikrobiota und weniger potenziell krankmachende Bakterien. Auch das Speichel- und Darmmikrobiom veränderte sich – ein spannender Hinweis darauf, wie der Kontakt mit biodiverser Natur unsere mikrobielle Umwelt beeinflussen kann.

Bewegung

Eine wachsende Bewegung für mehr Natur

Überall auf der Welt entstehen neue Wege, Natur wieder mehr Raum zu geben. Große Landschaften werden renaturiert, Wildtiere werden neu angesiedelt, Wälder und Flüsse dürfen sich wieder natürlicher entwickeln und fließen – und Gemeinden, Landwirt:innen und Bürger:innen gestalten gemeinsam neue Lebensräume.

Initiativen wie Rewilding Europe, Rewilding Britain, die Global Rewilding Alliance, Wilde Wälder oder die Zukunftsdörfer zeigen, wie unterschiedlich dieser Wandel aussehen kann – von internationalem Rewilding bis zu Naturschutz direkt im Dorf.

Recht auf Natur möchte verbinden, was vielerorts schon da ist: Menschen, Ideen, Flächen, Förderungen, Wissen und bestehende Initiativen.

Denn vieles ist bereits da: Wissen, Erfahrung, engagierte Menschen und erfolgreiche Ansätze. Was häufig fehlt, sind die Verbindungen dazwischen – und einfache Wege, aus einer Idee vor Ort ein gemeinsames Projekt entstehen zu lassen.

Inspiration aus Deutschland, Europa und der Welt

  • Stilisierte Erdkugel mit Wildtier-Silhouetten und aufkeimender Vegetation als Sinnbild für globales Rewilding

    Weltweit

    Global Rewilding Alliance

    Ein weltweites Netzwerk aus über 300 Organisationen in mehr als 120 Ländern, das gemeinsam daran arbeitet, Ökosysteme wiederherzustellen und die Wiederkehr natürlicher Prozesse zu fördern.

    Website besuchen
  • Europäische Renaturierungslandschaft mit Wasser, Weiden und Wildtieren

    Europa

    Rewilding Europe

    Arbeitet europaweit daran, Landschaften zu renaturieren und zu zeigen, wie Mensch und Natur gemeinsam profitieren können.

    Website besuchen
  • Britische Landschaft mit Hecken, Wildblumen und weidenden Tieren

    Großbritannien

    Rewilding Britain

    Unterstützt Gemeinden, Landwirt:innen und Flächeneigentümer:innen dabei, Natur zurückzubringen und widerstandsfähige Landschaften zu schaffen.

    Website besuchen
  • Grünes Dorf mit Gemeinschaftsgärten, Bäumen und blühenden Wiesen

    Deutschland

    Zukunftsdörfer

    Ein Projekt der Biologischen Station Düren, das Dörfer dabei unterstützt, Naturschutz gemeinsam mit den Menschen vor Ort umzusetzen und mehr Biodiversität direkt im Lebensumfeld entstehen zu lassen.

    Website besuchen
  • Natürlicher Urwald mit Totholz, Moos und Lichtungen

    Deutschland

    Wilde Wälder

    Setzt sich dafür ein, dass Wälder sich wieder natürlich entwickeln können und langfristig mehr Raum für natürliche Prozesse erhalten.

    Website besuchen

Jede Veränderung beginnt an einem Ort.

Viele der inspirierendsten Renaturierungsprojekte begannen mit einer einfachen Frage:

Wie könnte dieser Ort aussehen, wenn die Natur wieder mehr Raum bekäme?

Wildnis braucht nicht immer riesige Flächen. Manchmal beginnt sie mit einem kleinen Teich. Mit einer Hecke. Einer Blühwiese. Ein paar Bäumen. Einem Wildnisgarten. Oder einem Bach, der wieder natürlich fließen darf.

Aus kleinen Ideen können große Veränderungen entstehen – für Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen.

Über die Initiative

Wer steckt dahinter?

Porträt der Gründerin

Ich bin Biologin und beschäftige mich seit vielen Jahren wissenschaftlich mit Artensterben, Klimawandel und Naturschutz.

Wir wissen sehr viel darüber, warum Biodiversität verloren geht. Die entscheidende Frage ist jedoch, wie wir dieses Wissen gemeinsam mit den Menschen vor Ort in konkrete Veränderungen übersetzen.

Gleichzeitig erlebe ich in Leipzig jeden Tag, welchen Unterschied Natur für eine Stadt machen kann. Der Leipziger Auwald zieht sich wie eine grüne Wildnis mitten durch die Stadt, und aus ehemaligen Tagebauen sind rund um Leipzig große Seen und neue Landschaften entstanden. Diese Orte sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen – aber auch Orte, an denen Menschen schwimmen, Rad fahren, spielen, sich begegnen, durchatmen und Natur unmittelbar erleben können.

Für mich zeigen sie, welchen enormen Mehrwert zugängliche Natur für unsere Lebensqualität haben kann – und wie sehr sich Landschaften verändern können, wenn wir der Natur wieder Raum geben.

Ich möchte dazu beitragen, dass solche Erfahrungen nicht vom Wohnort oder Einkommen abhängen. Dass mehr Menschen Natur direkt vor ihrer Haustür erleben und ihre Umgebung selbst mitgestalten können.

Aus dieser Idee entstand Recht auf Natur: wissenschaftliches Wissen mit Renaturierung, Beteiligung und gemeinschaftlichem Handeln zu verbinden.

Mehr über die Initiative

Recht auf Natur verbindet deshalb drei Dinge:

  • Wissen

    Was braucht Natur?

  • Menschen

    Was brauchen und wünschen sich Menschen vor Ort?

  • Handeln

    Wie können daraus konkrete Orte für mehr Natur entstehen?

Nicht nur Natur schützen.
Natur zurückholen.
Gemeinsam.

Pilotprojekt

Wir wollen anfangen.

Recht auf Natur soll nicht nur eine Idee bleiben.

Gemeinsam mit einer Gemeinde, einem Dorf oder einem Stadtteil möchten wir unseren Ansatz erstmals in der Praxis umsetzen. Zusammen wollen wir zeigen, wie aus einer lokalen Idee konkrete Naturprojekte entstehen können – gemeinsam mit den Menschen vor Ort.

Dafür suchen wir Partnerinnen und Partner, die Lust haben, neue Wege zu gehen.

Wir suchen:

  • Gemeinden
  • Vereine
  • Initiativen
  • Schulen
  • Flächeneigentümer*innen
  • Naturschutzorganisationen
  • engagierte Bürger*innen

Welcher Ort in deiner Nähe könnte wieder Natur werden?

Vielleicht eine monotone Wiese. Ein Schulhof. Ein leerer Dorfplatz. Ein Bach. Ein Straßenrand. Eine versiegelte Fläche. Oder einfach eine Ecke, die niemand mehr jede Woche mähen müsste. Vielleicht kennst du bereits einen Ort, der wieder Lebensraum werden könnte. Trag ihn auf unserer Karte ein – lass uns gemeinsam Ideen entwickeln und Natur Schritt für Schritt dorthin zurückbringen, wo sie fehlt.